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Neues Mikrobioreaktorsystem erleichtert die Forschung im Labor Biotechnologie

m2p-labs GmbH
m2p-labs GmbH

[17|10|2018]

Der Biolector wurde erfolgreich in Betrieb genommen und ermöglicht hocheffiziente Kultivierungsexperimente.

 

Gezieltes Züchten von Mikroorganismen wie Bakterien oder Pilze unter idealen Bedingungen stellt nach wie vor eine große Herausforderung im Laboralltag von Mikrobiologen und Biotechnologen dar.

 

Es gilt zahlreiche Parameter wie pH-Wert, Temperatur, Sauerstoffversorgung und Nährmedien-zusammensetzung zu testen und zu optimieren, um Produkte wie beispielsweise Aminosäuren, Enzyme oder Proteine zuverlässig herzustellen.

 

Zusätzlich müssen die dafür notwendigen Wachstumsversuche simultan erfolgen, um eine hohe Aussagekraft zu haben. Hinzu kommt, dass die nötigen Messungen in den meisten Fällen immer noch per Hand durchgeführt werden. Dementsprechend potenziert sich die Arbeit in den Laboratorien.

 

Abhilfe für diese oft langwierigen, arbeitsintensiven Tätigkeiten können Mikrobioreaktoren schaffen, da diese bis zu 100 Experimente unter kontrollierten Bedingungen parallel durchführen können und gleichzeitig das Wachstum, die Produktbildung, pH-Werte und die Sauerstoffversorgung automatisiert messen.

 

Das Labor Biotechnologie an der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen und die Hochschule verstärken ihre Forschungsaktivitäten nun mit der Anschaffung solch eines Mikrobioreaktorsystems namens BioLector©.

Damit wird in einem ersten Projekt ein Prozess zur Herstellung spezieller Bakterien entwickelt und optimiert, um nachhaltigere Lösungen für Aufgaben in der Baubranche und Geotechnik bereitzustellen (z. B. biologische Sandverfestigung, Forschungsprojekt Biozementierung )

 

Aber auch für grundlegende Fragestellungen rund um das Wachstum von Mikroorganismen wird der Mikrobioreaktor in Zukunft verstärkt eingesetzt werden.

 

Prof. Dr. Robert Huber, Frederic Lapierre