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Neues Bioreaktorsystem für das Tissue Engineering veröffentlicht

[07|11|2018]

Die Herstellung von künstlichem Gewebe, wie Haut, Knochen oder Knorpel, welches als Implantat zur vollständigen Heilung eines Patienten führen soll, ist das Ziel des sogenannten „Tissue Engineering“.

 

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der optimalen Versorgung der Gewebekulturen mit Nährstoffen und Sauerstoff in Bioreaktoren. Im Rahmen des Forschungsprojekts „MoP-Bio: Mobiler Perfusionsbioreaktor“, wurde kooperativ an den Fakultäten für Wirtschaftsingenieurwesen und für Angewandte Naturwissenschaften und Mechatronik der Hochschule München sowie der Medizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität ein Perfusions-Bioreaktorsystem entwickelt, welches die Herstellung von Gewebe unter geregelten Bedingungen ermöglicht. Gefördert wurde das Projekt von der Bayerischen Forschungsstiftung und dem Industriepartner PreSens GmbH aus Regensburg.

 

Ein erster Teil der Projektergebnisse konnte nun durch Jakob Schmid (Wissenschaftlicher Mitarbeiter), Prof. Dr. Robert Huber und weitere Kollegen im renommierten Journal Tissue Engineering – Part C: Methods veröffentlicht werden (Verlag Mary Ann Liebert Inc.; Link zur Publikation )

 

Das Bioreaktorsystem kann, über integrierte Sauerstoff-Sensorik und eigens entwickelter Regelungstechnik, in vier parallelen Reaktoren die Sauerstoffkonzentration gleichzeitig überwachen und individuell kontrollieren. Dies ermöglicht die schnelle Optimierung von Kultivierungsbedingungen. Gleichzeitig kann das Sauerstoff-Messsignal auch als Qualitätsmarker verwendet werden, da der Gehalt an Sauerstoff in der Kultur maßgeblich für deren Vitalität verantwortlich ist. Das entwickelte Bioreaktorsystem stellt somit eine neue Möglichkeit dar, die Forschungen im Bereich des Tissue Engineering weiter voran zu bringen.

 

Jakob Schmid, Robert Huber